Nike “We Run”: Followers vs. Followees

„Followers : Following“ – dieses Verhältnis hat auf Twitter einen nahezu okkulten Stellenwert: Wer folgt wem und wer hat mehr Follower? Um diese Frage zu klären, nützt Nike nun seinen Laufwettbewerb „We Run 10K Buenos Aires“ und lässt Twitter-User gegeneinander antreten.

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Die Early Adopters werden sich noch erinnern können: Als Twitter noch ein junges Startup war, sollte es einst bloß dazu dienen, Freunde mittels Statusupdates auf dem Laufenden zu halten. „What are you doing?“ hieß einst die Frage, um die sich alles drehte.

Doch seither ist viel passiert. Mittlerweile ist das Microblogging-Netzwerk auf 175 Millionen User angewachsen, gilt unter Fans als Nachrichtendienst, als Marketingtool oder sogar als Revolutionswerkzeug. Und Twitter wächst weiter: Alleine innerhalb der letzten beiden Monate kamen 30 Millionen neue User hinzu – 2009 waren es gerade einmal 58 Millionen, was einem Wachstum von 200 Prozent entspricht. Laut Twitter-Mitbegründer Evan Williams bedeutet das einen Zuwachs von 370.000 neuen Usern täglich.

Allerdings bemüht sich nicht nur Twitter redlich, mit seinen mittlerweile 200 Mitarbeitern weiterhin kräftig zu wachsen. Ähnliches gilt auch für viele User selbst, denn die Frage, wie man neue Follower bekommt, scheint für einen Teil der User zu einer eigenen Wissenschaft geworden zu sein. An „Tipps für mehr Twitter Follower“ und „Follower-Geheimtricks“ mangelt es jedenfalls nicht. Doch was soll das überhaupt bedeuten – „verfolgt“ zu werden, ohne überhaupt zu laufen? Ist das nicht sinnlos?

Nicht, wenn es nach einer Kampagne von BBDO Argentinien für Nike geht. Diese hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, die Dinge ins rechte Licht zu rücken – im Rahmen des „We Run 10K Buenos Aires“. Die Idee: Followers und Followees sollen bei dem Laufevent mit Hilfe einer eigenen App endlich die Frage klären können, wer denn hier eigentlich wirklich der Verfolgte und wer der Verfolger ist:

Man braucht nicht viel Fantasie, um zu erahnen, dass die Idee Schule machen wird. Sie hat einen praktischen Nutzen für die Teilnehmer, ist witzig und stellt eine geradezu perfekte Verknüpfung zwischen dem realen Laufevent und der virtuellen Welt des Zwitscherdienstes dar. Stellt sich bloß noch die Frage: Werden am 13. November in Buenos Aires auch Twitter-Bots mitlaufen?

Quellen:
http://www.nytimes.com
http://www.adverblog.com
http://werunbuenosaires.com (Screenshot)

Tags: , - Gepostet von Rafael Buchegger





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