Handys sind zu kompliziert – das meint vor allem die ältere Generation. Nicht so das Xperia X10, ist Sony Ericsson überzeugt. In einer Reihe von Virals tritt der Mobiltelefonhersteller den Beweis an: Sogar Kleinkinder, Glam Rocker und Models können das Smartphone bedienen.

Die Meinung, dass Handys zu kompliziert in der Bedienung wären, scheint fast älter zu sein wie das Handy selbst. Und alle Jahre wieder wird sie durch diverse Marktforschungsuntersuchungen bestätigt: So ergab im vergangenen Jahr eine Studie von Coleman Parkes im Auftrag von MFormation, dass 61 Prozent der Befragten das Setup eines Handys als ähnlich frustrierend empfinden wie den Wechsel der eigenen Bankverbindung. 45 Prozent gaben an, dass sie der Konfigurationsaufwand eines Handys davon abhält, auf ein neueres Modell umzusteigen. Und 95 Prozent der Befragten meinten sogar, dass sie öfter von mobilen Datendiensten Gebrauch machen würden, wenn der Zugang nicht so kompliziert wäre.
Besonders groß ist die Skepsis freilich bei der älteren Generation, die ein Übermaß an Funktionen ganz generell meidet wie der Teufel das Weihwasser. Kein Wunder also, dass Google auf der Suche nach dem „Seniorenhandy“ über 200.000 Treffer ausspuckt. Doch wie lassen sich die Ängste vor überfordernder Technik abbauen, ohne auf Funktionen verzichten zu müssen?
Sony Ericsson hat darauf seine Antwort gefunden: Mit dem „dümmsten anzunehmenden User“. Im Rahmen seiner Kampagne für das Smartphone Xperia X10 lädt Sony Ericssons hochseriöses „Product Testing Institute“ eine Reihe von „Problemgruppen“ zu sich (Glam Rocker, Models, Senioren, Muskelprotze, Surfer, Kleinkinder), um die Usability des Smartphones auf Herz und Nieren zu prüfen. Das Ergebnis fällt freilich durchwegs positiv aus.
Ob die Spots echte Überzeugungsarbeit leisten, ist natürlich fraglich. Denn im Gegensatz zu normalen Handynutzern scheinen Smartphone-User weit weniger Probleme mit der Bedienung ihres Geräts zu haben. So haben laut einer Untersuchung von Fittkau & Maas Consulting Smartphone-User (naturgemäß) weit weniger Scheu, ihr mobiles Web zu nutzen. Eine Studie von Jakob Nielsen ergab, dass viele Anwendungen zwar nach wie vor alles andere als komfortabel zu bedienen sind – außer beim iPhone. Mit dem iPhone brauchten die Probanden nur ein Zehntel der Zeit, um innerhalb des Informationsangebotes ihr Ziel zu erreichen.
Sony Ericssons Kampagne baut also Ängste ab, wo es keine Ängste gibt, könnte ein kritischer Einwand gegen die Kampagne für das Xperia X10 lauten. Macht aber nichts, denn hier steht eindeutig der Humor im Vordergrund – und der ist trotz aller Klischees bestechend.
Quellen:
http://www.chip.de
http://futurezone.orf.at
http://theinspirationroom.com
http://www.w3b.org
http://www.mobile3g.de
http://www.youtube.com (Screenshot)
Tags: Sony Ericsson, Viral - Gepostet von Rafael Buchegger





















