„Fuck Cancer“: Vorsorge via Facebook

Der kanadische Verein „Fuck Cancer“ widmet sich der Vorsorge und Aufklärung zum Thema Krebs. Mit seiner aktuellen Social-Media-Kampagne versucht er möglichst viele Menschen auf Facebook und Twitter zu erreichen. Die Zielgruppe: Deren Eltern.

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„Es ist nicht nur ein T-Shirt, es ist eine Bewegung – eine Bewegung, um die Art und Weise zu ändern, wie Krebs in unserer Gesellschaft wahrgenommen und diagnostiziert wird und wie Krebsüberlebende sich selbst wahrnehmen“ – so wird begrüßt, wer sich auf die Website von „Fuck Cancer“ begibt. „Es geht um Früherkennung und -behandlung. Es geht um Abwehr und das Behalten von Kontrolle. Es geht darum, deine Geschichte mit anderen zu teilen und auf der Welt zu verbreiten“, beschreibt der gemeinnützige kanadische Verein seiner Ziele.

Freilich ist das leichter gesagt als getan. Nach wie vor ist Krebs ein Tabuthema, über das oft nur im engsten Kreis gesprochen wird. Vorsorgeuntersuchungen werden verabsäumt. Aus Unwissenheit. Aus Sorglosigkeit. Aus Angst, eventuell eine unangenehme Diagnose gestellt zu bekommen. Die menschliche Psyche ist ein wahrer Meister, wenn es darum geht, sich unangenehme Informationen vom Leib zu halten. Genau da setzt Fuck Cancer an: Es handelt sich nicht um eine klassische Charity-Organisation für Krebsleidende. Fuck Cancer will die Öffentlichkeit wachrütteln, über frühe Symptome aufklären und Menschen über ihre persönlichen Risikofaktoren informieren.

Derzeit führt Fuck Cancer eine einmonatige Kampagne durch, die Facebook- und Twitter-User für das Thema sensibilisieren soll. Kern der Kampagne namens „F-Tember“ ist eine Facebook-App, die von der Agentur Invoke (Vancouver) ausgearbeitet wurde. Das Ziel: Die Facebook-App soll die Message so einfach und viral wie möglich verbreiten. Und tatsächlich lassen sich die Anforderungen der App, die sie an ihre User stellt, in einem einzigen Satz beschreiben: Einfach auf der Fuck-Cancer-Facebookseite unter der Registerkarte „F-Tember“ auf „Donate Status“ klicken – das wars. Je nach Wunsch werden die User daraufhin in regelmäßigen Statusupdates mit Informationen zum Thema Krebs auf Facebook, Twitter und/oder via E-Mail versorgt.

donate

Man könnte einwenden, Facebook- und Twitter-User seien als Zielgruppe für solch eine Kampagne noch zu jung. Schließlich nimmt die Häufigkeit der meisten Krebserkrankungen erst mit dem Alter deutlich zu. Allerdings ist die Kampagne nicht unbedingt für Social-Media-Nutzer selbst gedacht, wie Fuck-Cancer-Gründer Yael Cohen in einem Interview mit Mashable erklärt, „weil unsere Untersuchung gezeigt hat, dass Eltern sich viel eher Vorsorgetests unterziehen oder sich über ihr Risikoprofil am Laufenden halten, wenn der Anstoß von einem ihrer Kinder kommt“. Sein Ziel sei es daher, dass Kinder mit ihren Eltern über dieses Thema ins Gespräch kommen und ihnen den notwendigen Stups geben.

Anlass von Cohans Aufklärungsmission war die Krebserkrankung seiner eigenen Mutter. Daraufhin hatte er ihr ein bedrucktes Shirt geschenkt, das sie in ihrem Kampf gegen die Krankheit bestärken sollte. Die Aufschrift: „Fuck Cancer“.

Textquellen:
http://www.letsfcancer.com
http://www.facebook.com
http://mashable.com
Bildquellen:
http://www.facebook.com
http://www.letsfcancer.com

Tags: , , - Gepostet von Rafael Buchegger





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