Seit 2008 betreibt Coca Cola in Israel einen Sommerferienpark für Teenager. Doch dieses Jahr sorgte eine besondere Innovation für Aufsehen: Ein Armband, das Statusupdates direkt auf Facebook überträgt. Die Flut an generiertem Content ist enorm.

Es war im Jahr 2008, als Coca Cola seine bis dahin größte Kampagne im israelischen Markt launchte. „The Coke Side of Life“ lautete das Thema und etwas Einzigartiges musste her, das den Coca-Cola-Lebensstil auf der eigenen Haut spürbar macht. Das Ergebnis war „Coca Cola Village“, ein Sommerfreizeitresort speziell für Teenager. Coca Cola hatte dafür im Norden Israels eigens einen ehemaligen Ferienclub gemietet und in ein Jugendferiendorf umgewandelt – ein Jugendferiendorf, das den Teenagern den „Coca-Cola-Spirit“ näherbringen sollte. Ein sonniger Strand, ein großer Pool, jede Menge Wassersport- und Spielangebote, Partys, Live-Shows und Verpflegung inklusive.
Natürlich wurde mit dem Coca Cola Village im Zuge der Kampagne kräftig geworben. So wurden die Aktivitäten der Teenie-Urlauber von einem Netzwerk an Webcams auf der Kampagnenwebsite ebenso übertragen wie von Fernsehsendern – in gekaufter Fernsehwerbezeit, versteht sich. 10.000 Teenager ließen sich 2008 den Ferienspaß nicht entgehen, 500.000 sahen auf der Website vorbei. Sprich: Das Coca Cola Village ist in Israel für den Getränkehersteller ein ganz großes Ding.
Doch im dritten Jahr seiner Existenz sorgt das Coca Cola Village nun mit einer Innovation auch in Kreisen für Aufsehen, die weit über die eigentliche Zielgruppe hinausgehen. Zu verdanken ist das der israelischen Agentur Publicis E-dologic, die in diesem Jahr mit einem außergewöhnlichen Konzept aufwartete: Facebook auf den Strand bringen.
„The Like Machine“ heißt der bunte Kasten, der im Coca Cola Village 2010 nun erstmals seinen Dienst verrichtete. Als die Besucher im Ferienclub eintrafen, bekamen sie ein Armband mit einem integrierten RFID -Transponder. Mit Hilfe des Armbands und dem Lesegerät in der „Like Machine“ war es den Teenagern auf diese Art ganz einfach möglich, ihr Gefallen an den diversen Annehmlichkeiten des Coca Cola Village auf Facebook kundzutun – sie mussten einfach nur das Armband zum Lesegerät halten und ihre Facebook-Freunde wussten sofort Bescheid. Doch nicht nur den „Likes“, sondern auch den Fotografen des Coca Cola Village war das Armband dienlich: Eine kleine Berührung reichte, schon wurde das Foto auf Facebook hochgeladen – inklusive Tags. Das führte dazu, dass die 650 anwesenden Teenager alleine an einem einzigen Tag über 35.000 Facebook-Posts generierten.
„Wir suchen kontinuierlich nach Wegen, um die physische mit der virtuellen Welt zu verbinden“, erklärt Publicis-E-dologic-CEO Enon Landenberg. Das scheint mit dem im Coca Cola Village realisierten Konzept mehr als gelungen zu sein. Es könnte sich noch als äußerst zukunftsträchtig erweisen.
Textquellen:
http://adland.tv
http://www.digitalbuzzblog.com
http://www.youtube.com
Bildquelle:
http://adsoftheworld.com























[...] [2] http://www.ambuzzador.com/2010/09/03/coca-cola-village-mit-facebook-am-strand/ [...]