Philippes Projekt ist (fast) vorbei – es lebe Philippes Projekt!

Die Frage zum Tage „Wie geht’s Philippe?“ hat mich & das ambuzzador Team nun viele Wochen beschäftigt. Denn wir waren dabei als Philippe Andrianakis seine Idee in die Tat umgesetzt hat: Ein riesiges Zeichen gegen Aids zu setzen. Gemeinsam mit T-Mobile Austria wurde Philippes Projekt ins Leben gerufen, ein 5-wöchiger Marsch von Bregenz nach Wien. Der Weg ist das Ziel: Viele Menschen auf das Thema HIV & Aids aufmerksam zu machen.

Oft wurde ich mit der Frage konfrontiert: „Sag, warum macht dieser Typ das eigentlich?“. Weil Philippe gesehen hat wie sich Aids anfühlt & wie diese Krankheit Leben & Familien zerstört. Wenn Philippe von seinen Erlebnissen als Zivildiener bei der Aids Hilfe Graz erzählt, dann bekomme ich Gänsehaut & kann es spüren: Die Angst, die Ohnmacht, die Trauer, die mit dieser Krankheit verbunden sind. In meinen Augen war das für Philippe die treibende Kraft quer durch Österreich zu marschieren. Über 800 Kilometer von Bregenz nach Wien in strömendem Regen, Hagel, Schnee am Arlberg (sic!!!) & glühender Hitze.

Tausende Menschen haben sich Philippes Projekt auf facebook angeschlossen. In der von ambuzzador entwickelten Community Map haben die UnterstützerInnen das Projekt tagesaktuell verfolgt & selbst aktiv Philippes Projekt unterstützt. Über 300 Menschen haben die Möglichkeit genutzt & mit Philippe einen Teil seines Weges bestritten oder zu einem Zwischenstopp eingeladen, darunter waren Schlafplätze, Einladungen zum Essen, für Gespräche über HIV & Aids in Schulen, Jugendzentren und im Gemeindeamt. Viele haben täglich mitgefiebert, ihre Fotos von Treffen mit Philippe hochgeladen & aufmunternde Worte gepostet. Über 11.000 Menschen haben sich die Hände zur virtuellen Menschenkette auf facebook gereicht, viele davon tragen jetzt ein Red Ribbon auf ihrem facebook Profilbild. Sie alle sind Philippes Projekt!

Das Projekt hat eine Welle der Begeisterung & Partizipation ausgelöst. Das etwas Großes passiert hat sich früh abgezeichnet: Nach 5 Tagen online & noch vor Philippes Start in Bregenz hatte die Seite bereits über 5.000 UnterstützerInnen gewonnen. Viele Menschen haben für das Projekt die Ärmel hochgekrempelt: Darunter die MitarbeiterInnen von T-Mobile Austria &  der begleitenden Agenturen. Gemeinsam haben wir für Philippes Idee eine Bühne geschaffen, das Projekt in die breite Öffentlichkeit gerückt & die mediale Präsenz geschaffen.

Facebook war dafür ein entscheidender Erfolgsfaktor. Aktuell unterstützen 60.000 Menschen Philippes Projekt auf facebook. Das ist für mich einmal mehr der Beweis, dass die Mobilisierung durch den Einsatz von Social Media funktioniert. Philippes Projekt zeichnet sich ganz besonders dadurch aus, dass Social Media, klassische Werbung & PR nahtlos verlinkt waren. Als Studentin im  Master-Studiengang Crossmedia Design & Development ist es für mich daher gleich doppelt spannend bei einer der größten crossmedialen Kampagnen mit partizipativen Community-Mechanismen in Österreich federführend dabei gewesen zu sein. Das macht nicht nur Stolz, sondern auch Spass & Lust auf mehr! :)

PS.: Danke an Philippes Projekt, weil es das Thema Aids auch wieder in meine Wahrnehmung gerückt hat. Ich fühle die Schamesröte im Gesicht, wenn ich daran denke wie wenig ich selbst bisher über das Thema Aids gewusst & wie wenig Einsatz ich für Betroffene gezeigt habe. Die Message ist bei mir angekommen. Philippes Projekt ist (fast) vorbei, es lebe Philippes Projekt, unser Projekt.

PPS.: Danke an Gerda, Alexandra, Peter & Manuel, das Team von SupportedBy.at & an die Band Artifacts, die ebenfalls Philippes Projekt unterstützt & dafür in der traumhaften Kulisse des Ybbser Hauptplatz ein Konzert organisiert haben. Auch wenn Philippe dabei nicht wild abgetanzt hat, hat er seine müden Beine kraftvoll im Takt der Musik gewippt :)

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- Gepostet von Eva Mader





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