Pay with a Tweet

Klassische Werbung ist tot, sagen die einen. Die anderen wehren sich gegen diese Behauptung. Dennoch lässt sich nicht abstreiten, dass immer ungewöhnlichere Mittel und Wege gefunden werden, Werbung an den Mann (oder an die Frau) zu bringen. Sei es das rote Klippan-Sofa von IKEA in der U-Bahn-Station oder das frisch gewaschene Hemd im Kühlregal. Zusehends beliebter wird auch Werbung via Social Media. Nicht nur auf facebook, auch auf twitter spielt Werbung eine große Rolle. Mundpropaganda – um es mit dem passenden Schlagwort zu versehen. Eine neue Form der Werbung, an der die User selbst auch noch ein Stück von der Torte abbekommen, ist das Social Payment-Service Pay with a Tweet.

chartPay with a Tweet geht von dem Grundgedanken aus, dass der Wert von Menschen, die über ein Produkt sprechen viel höher ist als das Geld, das man für das Produkt bekommen würde. An dieser Stelle setzt Pay with a Tweet an und lässt Twitterati mit dem Wert ihres sozialen Netzwerks bezahlen. Der Effekt ist klar – Follower eines Users werden auf dessen Tweet aufmerksam, lesen ihn & somit die Produktwerbung und klicken bestenfalls auf den Link. Sind infolge selbst davon begeistert und teilen es ihrerseits mit ihren Followern. Wie das in der Praxis aussieht? Das zeigen uns die Macher von Pay with a Tweet anhand eines ersten Beispieles. Der Dienst selbst ist nämlich noch nicht gelauncht, in Kürze soll es jedoch soweit sein. Zurück zum “Testbeispiel”. User, die das Buch “Oh My God What Happened and What Should I Do?” lesen möchten, können mit nur einem einzigen Tweet bezahlen und so das eBook downloaden. Nach einer kurzen Authentifizierung auf twitter ist man mit der Downloadseite verbunden und nur einen Tweet vom eBook entfernt, welcher lautet: “This book helps you to move in the digital era of awesomeness. Download it for free!” Der entsprechende Link darf dabei natürlich nicht fehlen.

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Eine neue Form simpler und dennoch viraler Werbung scheint sich hier anzubahnen. Inwieweit diese von twitter-Usern akzeptiert wird, wird sich natürlich noch zeigen. Neu ist jedoch auf alle Fälle, dass dieses Bezahlsystem erstmals den Social Media-Wert eines Users aufrollt. Und für Marketingleute und Co. einen neuen Markt erschließt. Obwohl der Dienst noch nicht gestartet ist, ist für die Macher jedenfalls schon klar, wer aller von diesem Service profitieren kann. So findet sich auf die Frage “Who should use ‘Pay with a Tweet’?” folgende Antwort:

  • DJs
  • Musiker
  • Journalisten
  • Autoren
  • Marken
  • Kreative
  • Geschäftsleute & Wissenschaftler
  • Service Provider
  • Regisseure & Unterhaltunsgfirmen

Was bleibt? Gespannt den Launch von Pay with a Tweet und die tatsächlichen Ausmaße auf twitter abzuwarten. Ebenso wie die “Gegenleistung” – also jene Produkte, die man für einen Tweet erhält. Zugegeben, für das eine oder andere Produkt, würde ich schon einen Tweet opfern ;-)

PS – Würde man das Buch auf amazon kaufen, würde man übrigens € 14,90 dafür bezahlen.

Quelle:
springwise.com

Tags: , , , - Gepostet von Manuela Mörtenbäck

One Response to “Pay with a Tweet”

  1. [...] Bei “Pay with a Tweet” kann man in Zukunf Produkte anbieten die mit Tweets bezahlt werden. Testen kann man es bereits jetzt schon in dem man ein eBook für einen Tweet “kauft”. Könnte wirklich interessant werden für Künster, Autoren, Journalisten usw um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Mehr dazu finden Sie bei Springwise und bei Ambuzzador. [...]





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