Für einen Tag offline: Facepark

Diesel hält weiter an seiner “be stupid”-Kampagne fest und prolongiert diese mit der Aktion “Facepark”. Dabei geht es eigentlich um die De-volution der Social Media. Entgegen dem Trend der Digitalisierung veranstaltet Diesel am 20. Juni 2010 in Berlin das Event Facepark wo gewohnte Online-Tools wie Profile und Comments analog gestaltet werden. Um daran teilzunehmen muss man lt. Diesel selbst jedoch ein bisschen “stupid” sein.

Die ganze Idee entstand eigentlich im Zuge der neuen “be stupid”-Kampagne (wir berichteten), deren Grundsatz besagt, dass den Mutigen (= the stupid ones) die Welt gehört, während die smarten Menschen in Ihren Plänen und “was wäre wenn..”-Gedanken hängen bleiben und das Leben an Ihnen vorbei zieht. Die Waghalsigen werden nun von Diesel aufgefordert mitzumachen. Auf der be stupid-Plattform angemeldet, bekommt man einen Überblick was einem (neben der neuen Jeans Kollektion) so alles geboten wird. Neben dem Projekt Diesel-Planet und Diesel:U:Music kommt mit Facepark nun das nächste Projekt.

diesel_facepark1

Social Media mal anders. Mal ganz anders. Mal analog! Diesel hat sich die Entwicklung des Internets zu Web2.0 einmal durch den Kopf gehen lassen und spricht nun genau diese Leute an, die ebenfalls genug davon haben, mehr Zeit mit seinen Freunden online zu verbringen als offline, mehr Comments zu posten als Anrufe zu tätigen und mehr “Like it”s zu verteilen als Komplimente auszusprechen statt zu schreiben. Unter dem Motto “It brings the clichés of social media platforms back to the real world in a very literal way.” geht das Facepark-Event folgendermaßen über die Bühne: Wie im echten Web2.0-Leben muss zunächst einmal ein Profil jedes Users angelegt werden. Das analoge User-Profil kann im Diesel Store abgeholt werden und sieht dann ungefähr so aus:

facepark2

Der Park ist dann de facto die analoge Social Media-Welt in denen User miteinander interagieren können. Dabei werden alle Teilnehmer aufgerufen Kommentare (buchstäblich) auf die Profile zu schreiben und “Like it”-Aufkleber zu verteilen. Es ist alles erlaubt solange es analog geschieht. Untermalt wird das Event musikalisch durch die Gruppe Bodi Bill, die ihres Zeichens unter Beweis stellen wird, dass Musik auch tatsächlich live und nicht nur aus Computerboxen möglich ist. Dieser Konter zu Facebook und anderen (sehr erfolgreichen) Online Media ist eine Idee, die durchaus mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist und (bei Schönwetter) wahrscheinlich durchaus Anklang im Berliner Mauerpark finden wird. Nettes Detail am Rande: Die Bewerbung dieses Events basiert hauptsächlich über Online Medien (die an diesem Tag ja gemieden werden sollen).

Auch wenn die “be stupid”-Kampagne nach wie vor inhaltlich sehr fragwürdig ist, so ist dieses Disconnect(from Social Web)-Event in Berlin alles andere als dumm. Be smart/”Be stupid and join us”: Ihr entscheidet!

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Tags: , , , , , , , , - Gepostet von Tom Moschig





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