Persönliche Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis sind weltweit die glaubwürdigste Art der Werbung überhaupt. Nicht erst seit dieser Erkenntnis von Nielsen legen Unternehmen großen Wert darauf, was über sie und insbesondere auch ihre Produkte gesprochen wird. Das gilt natürlich auch für Online-Medien und Social Media im speziellen: Laut einer Studie von Publicis geben 46% der Befragten an, dass sie ihren Freunden via facebook ein Produkt empfehlen würden oder zumindest darüber diskutieren. Immerhin 44% haben das auch bereits auf twitter getan.
Heutzutage ist das genaue “Hinhören” in der Off- und Online-Welt somit gleichermaßen von Bedeutung. Das Beobachten von Amazon-Rezensionen ist zumindest in einigen Branchen schon Standard. Der Nachteil für den Konsumenten ist allerdings, dass es zunehmend schwieriger wird, die Glaubwürdigkeit einzuschätzen – denn viele Unternehmen haben erkannt, wie sich die Produktbewertungen zu ihren Gunsten beeinflussen lassen und geben bezahlte Rezensionen in Auftrag.
Genau hier setzt Rec.fm an: Diese Plattform ermöglicht es, kurze Produktbewertungen abzugeben und via bekannter Social Networks an seine Freunde und Followers zu kommunizieren. Diese können über einen Link das Produkt direkt können und sogleich einen guten Zweck unterstützen. Das funktioniert erstaunlich einfach in nur drei bzw. vier Schritten: Man wählt zunächst ein Produkt aus, das man empfehlen möchte. Dabei wird auf die Amazon.com Datenbank zurückgegriffen, entsprechend groß ist also die Chance, dass hier auch Nischenprodukte gefunden werden können. Anschließend hat man – wie bei twitter – 140 Zeichen zur Verfügung, um zu erklären, weshalb man das Produkt empfiehlt. Anschließend loggt man sich via OAuth bzw. facebook Connect auf twitter oder facebook ein und postet eine automatisch generierte Nachricht, die auch einen verkürzten Link zur Produktempfehlung und somit zu Rec.fm beinhaltet. Entscheidet sich nun jemand aufgrund meiner Empfehlung das Produkt zu kaufen, geht ein gewisser Prozentsatz des Verkaufserlös an eine Hilfs- bzw. Charity-Organisation meiner (eingeschränkten) Wahl. Ich habe das gleich getestet und das Album “Tourist History” von Two Door Cinema Club empfohlen:


Meiner Meinung nach wird durch diese Art der (Online-)Empfehlung deren Glaubwürdigkeit erhöht, weil dabei auf transparente Weise sichergestellt wird, dass nicht ich es bin, der durch eine positive Rezension profitiert, sondern eine wohltätige Organisation. In letzter Zeit wurde Bloggern nämlich vermehrt vorgeworfen, sogenannte Affiliate-Links in ihren (unabhängigen?) Beiträgen zu setzen und somit finanziell an allfälligen Verkaufserlösen mitzuschneiden. Wie man jedoch auch auf den ersten Blick sieht, ist Rec.fm (noch) eine rein amerikanische Plattform und die Auswahl an unterstütztungswürdigen Organisationen sehr bescheiden. Zudem müsste man hierzulande derzeit auch über den US-Store von Amazon einkaufen. Dennoch besitzt Rec.fm einige sehr interessante Ansatzpunkte und es würde mich nicht wundern, wenn diese oder ähnliche Plattformen auch in Europa um Produktempfehlungen der User rittern.
Quelle:
mashable.com
Tags: affiliate marketing, amazon, empfehlungsmarketing, facebook, rec.fm, twitter - Gepostet von Florian Figl





















