Einer Studie von Retrevo zufolge, loggt sich jeder zweite der 400 Millionen Facebook-User zumindest täglich auf der Social Network Plattform ein, um Statusmeldungen zu lesen oder seine Freunde auf dem Laufenden zu halten. Da mir diese Zahl auch aus einer älteren Quelle schon bekannt vor kam, war das nicht weiter überraschend für mich. Interessant ist jedoch, in welchen Situationen sich die User von Facebook, Twitter & Co. durch neue Nachrichten und Meldungen ablenken lassen – immerhin 40 Prozent haben nämlich generell kein Problem damit, von Social Media bei ihren Tätigkeiten unterbrochen zu werden. Ab welcher Nutzungsintensität man tatsächlich von einer Sucht sprechen kann, wird durch diese Studie (1.000 Teilnehmer) zwar nicht beantwortet. Jedoch erscheint es äußert bedenklich, wenn bereits jeder Dritte während dem Essen auf sein Smartphone oder den Computer starrt und gar jeder zehnte der unter 25-Jährigen selbst das Liebesspiel unterbricht, um Social-Media-Updates zu checken.

Nicht besser wird es, wenn man sich die Antworten auf die Frage ansieht, ob die Teilnehmer der Studie Statusupdates lesen oder schreiben sobald sie ins Bett gegangen sind. 48 Prozent tun dies während der Nacht oder sobald sie am nächsten Morgen aufwachen. Auch hier ist die jüngere Generation unter 25 Jahren eher dazu geneigt, sich der Welt rund um die Uhr mitzuteilen, als die älteren User. Nicht umsonst wird diese auch als „Always On“-Generation bezeichnet.


Interessant ist auch, dass Social-Media-Updates für 16 Prozent der User die Morgenzeitung oder das gerade in den USA ansonst recht beliebte Frühstücksfernsehen ersetzt. Bei den iPhone-Nutzern beträgt der Anteil jener, die sich auf diese Weise ihre morgendlichen „Nachrichten“ verschaffen, sogar 23 Prozent. Was die Social Media Nutzung allgemein betrifft, sind laut der Studie Besitzer eines iPhones noch öfter auf Facebook und Twitter aktiv, als Nicht-Smartphone-User – ein Trend, der wohl nur wenige überrascht.


Jene User mit einem großen Suchtgefährdungspotenzial sind außerdem wohl diejenigen, die es maximal ein paar Stunden aushalten ohne auf Facebook nach neuen Statusmeldungen Ausschau zu halten. Unter den befragten Teilnehmern der Studie sind dies immerhin 11% der über 25-Jährigen und 18% der jüngeren User. Auch wenn die Bereitschaft, sich durch Social Media jederzeit unterbrechen zu lassen und rund um die Uhr online zu sein, tendenziell weiter steigt, so gibt es noch immer einen großen Teil der User, die auch mehrere Tage „ohne können“.
Wie häufig und in welchen Situationen nutzen Sie Social Media? Sehen Sie sich gar selbst als „süchtig“ an?
Quellen/Grafiken:
retrevo.com
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