Der location-based Meta-Service

Location-based Services sind der letzte Schrei des Web 2.0. Dass darüber kein Zweifel mehr besteht, lässt sich nicht nur am Hype von Foursquare ablesen, sondern auch daran, dass immer mehr Unternehmen sich nun daran machen, das noch junge Terrain für sich zu gewinnen.

vicarious.ly

Prominentester Neueinsteiger wird wahrscheinlich Facebook sein, wie das New-York-Times-Blog „Bits“ berichtet. Darauf hinweisen soll bereits die Änderung der Nutzungsbedingungen im vergangenen November, wonach ortsbezogene Informationen wie andere Nutzerinfos behandelt werden dürfen. Die offizielle Bekanntmachung könnte auf Facebooks jährlicher Entwicklerkonferenz f8 im April erfolgen, so die New York Times. Angesichts von weltweit 100 Millionen Menschen, die Facebook am Handy nutzen, könnten mit diesem Schritt location-based Services zur echten Killerapplikation werden, zumal nun auch Twitter seine LBS-Bestrebungen offensiv vorantreibt.

Zwar ist das Geolocation-Feature von Twitter bereits seit November online, allerdings gab es bisher noch keinen Hinweis darauf, dass sich dies auf das Web-Interface auf twitter.com auswirken könnte. Doch dies scheint sich nun zu ändern: Wie Techcrunch berichtet (und mit zwei Screenshots untermauert), werden in Zukunft vermutlich Tweets, die Standortinformationen beinhalten, mit einem kleinen Icon gekennzeichnet werden. Nach einem Klick darauf erscheint ein kleines Google-Maps-Fenster mit dem Standort, von wo aus der Tweet versendet worden war. Das Feature war bereits kurze Zeit online; offiziell vorgestellt wird es jedoch vermutlich erst auf dem Musik-, Film- und Interaktive-Medien-Festival SXSW, das heute in Austin (Texas) beginnt.

Foursquare, Gowalla, Google Buzz, Facebook, Twitter – wer soll angesichts dieses Eintopfs an location-based Services noch den Überblick behalten? Eine Frage, auf die SimpleGeo eine clevere Antwort gefunden hat. Vicarious.ly ist ein location-based Stream in Echtzeit, der die Geolocation-Informationen von BlockChalk, Brightkite, Bump Technologies, Flickr, Fwix, Foursquare, Gowalla und Twitter auf zusammenfasst. Momentan beschränkt sich der Wirkungskreis des Dienstes allerdings noch auf das SXSW-Festival in Austin. Wem das im ersten Moment an die Satire-Plattform PleaseRobMe.com erinnert, kann jedoch aufatmen: Vicarious.ly stellt auf der Karte nicht die Usernamen dar, sondern lediglich den Service, den die angezeigten Nutzer verwenden. Im Stream scheinen daher lediglich neutrale Informationen wie „Someone just checked in at Hotel San Jose“ oder „Someone just checked in at Iron Works BBQ“ auf. Wer darauf klickt, wird automatisch auf die entsprechende Seite von Foursquare weitergeleitet.

foursquare

Es wird also spannend mit den standortbezogenen Diensten – alles deutet darauf hin, dass 2010 das Jahr ihres großen Durchbruchs wird.

Quellen:
http://techcrunch.com
http://bits.blogs.nytimes.com

http://vicarious.ly
http://foursquare.com

Tags: , , , , , , , - Gepostet von Rafael Buchegger

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