It’s Super Bowl time! Super Bowl XLIV steht vor der Tür und Budweiser im Mittelpunkt. Alkohol, speziell Bier und Sport vertragen sich genauso gut wie virales Marketing und Facebook. Daher hat Budweiser einfach die Facebook User bestimmen lassen, welche Werbung sie während dem Finale sehen wollen.
Das Super Bowl Pausenprogramm ist für Werbende so etwas wie der Gipfel des Olymps. Zahlreiche überteure Werbesendungen und –shows wurden bereits eigens für diesen einen Event gestaltet. In keiner Relation steht der Aufwand, der hinter diesen Werbungen steht zu der Tatsache, dass sie genau einmal gezeigt wird. – Nämlich während dem Spiel und dann (zumindest im TV) nicht mehr. Der Grund: Die Live Übertragung des Super Bowl Finales begeistert so viele Menschen und zieht so viele Zuseher an, wie kein anderes Medien Spektakel. Es rechnet sich also. Budweiser hat heuer das Glück, 5 Minuten Werbezeit für sich zu beanspruchen. Damit steht der erste Gewinner des Super Bowl XLIV (New Orleans Saints gegen die Indianapolis Colts im Sun Life Stadium in Miami Gardens) fest: Budweiser. Da man hierbei bei der Werbe-Wahl keinen Fehler machen will, lässt man einfach die Zuseher entscheiden und hat dabei noch so einige Hintergedanken…
Drei Werbesendungen wurden den „Facebookern“ präsentiert (Making Down Payment, Fences, Getting Attention, siehe unten) und seit letztem Freitag konnte gewählt werden. Die Werbung mit den meisten Stimmen wird heute Abend während dem Superbowl Finale weltweit ausgestrahlt werden. Mitmachen kann oder besser konnte jeder, der Fan der Gruppe „Budweiser“ wurde. Das, sowie die Entscheidung für welche Werbung man als User abgestimmt hat, scheint dann auf der eigenen Pinnwand auf, sodass alle Freunde sehen, dass man erstens Fan von Budweiser ist und dass man sich für eine Werbung entschieden hat. Schon sind neue User angesprochen und neue Voter aquiriert. Achtung: Virale Lawinengefahr, höchste Warnstufe!
Da Budweiser aber natürlich nicht auf die Stimmen der User angewiesen ist, man hätte sich ja selber für eine der drei Commercials entscheiden können, steht eine ganz andere Absicht hinter dieser Aktion. Budweiser operiert online sehr stark mit Angeboten und Lockwerbung. Ist man einmal Fan der Gruppe, so ist es Budweiser via Facebook möglich, ständig News und Angebote and die Pinnwände der Nutzer – und davon gibt es ja mittlerweile mehrere tausend – zu posten. Man hat somit ein billiges Werbemedium gefunden und einen einfachen Weg, Kunden zu erreichen und mit ihnen (nicht nur einseitig) zu kommunizieren und sogar zu interagieren.
Dieser Hintergedanke ist den meisten Usern wahrscheinlich auch klar, wird aber toleriert/akzeptiert oder sogar begrüßt. Je nach Grad der Identifikation mit Budweiser und dessen Produkten. Auch die übrigen Super Bowl Werbenden stehen Budweiser keinen Schritt nach und gehen denselben Weg. Pepsi, Coca Cola und Doritos zum Beispiel buzzen heute (Abend) stärker denn je.
Und während das Pausenspektakel und die Werbungen während dem Super Bowl Finale an Bedeutung nicht mehr gewinnen könnten (siehe Fanhouse, die Werbungen sind heute nicht mehr wegzudenken), erkennen viele, dass eigentliche Sport-Desinteressierte sich den Super Bowl „einfach so“ oder eben wegen der spektakulären Werbeschaltungen und der Pausenshow ansehen. Der schöne (und friedliche) Schluss daraus lautet demnach: Sport und Werbung stehen in einem totalen Symbioseverhältnis und vereinen für die Dauer des Super Bowls Menschen aller Interessensgruppen.
Quelle Text und Bild:
Mashable
Tags: Attention, Budweiser, facebook, Fences, Payment, Super Bowl - Gepostet von Tom Moschig


























