Ikea buzzt neue Filiale mit Facebook

Ist Facebook zu statisch, um einen Schneeballeffekt loszutreten? Nein! Wie eine schwedische Ikea-Kampagne beweist, ist Facebook durchaus dafür geeignet – wenn den Usern ein guter Grund geboten wird, auch wirklich mitzumachen.

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Fast jede Social-Media-Kampagne, die etwas auf sich hält, bedient sich unter anderem auch Facebook. Doch nicht automatisch ist das Engagement bei dem Plattform-Riesen von Erfolg gekrönt. Natürlich spricht für Facebook zunächst einmal die unglaubliche Zahl an aktiven Mitgliedern, die derzeit 350 Millionen beträgt. Rund die Hälfte der User loggen sich sogar täglich ein. Doch was die Sache etwas schwieriger macht: Facebook ist vor allem ein privates Kommunikationsnetzwerk, bei dem sich die meisten Teilnehmer bereits kennen.

Im Gegensatz zu Publikationsnetzwerken wie Twitter oder YouTube ist die Art der Vernetzung symmetrisch; die Teilnehmer sind erst miteinander verbunden, wenn sie sich gegenseitig hinzugefügt haben. Das zieht natürlich viele Menschen an, die einfach bloß mit alten Bekannten und Freunden in Kontakt bleiben wollen. Und das wirkt sich natürlich auch auf die Nutzung aus.

„Was genau macht Twitter zum Medium der (iranischen Protest-)Bewegung?“, fragte sich das Time-Magazine vor ein paar Monaten. Die Antwort: „Es ist frei, sehr mobil, sehr persönlich und sehr schnell. Und es ist wie geschaffen dafür, Informationen auszubreiten“. Im Vergleich dazu geht es bei Facebook nach wie vor eher gemütlich zu. „Twitter sorgte bei allen Seiten, für die ich nachgesehen habe, für mehr Traffic als Facebook, obwohl die Anzahl an Facebook-Fans weit größer war als die der Twitter-Followers“, berichtet Todd Zeigler von „The Bivings Report“. Ein Twitter-Follower bringe demnach rund dreimal so viel Traffic ein als ein Facebook-Fan.

Wie eine Social-Media-Kampagne via Facebook trotzdem erfolgreich sein kann, zeigte die schwedische Agentur Forsman & Bodenfors/Gothenburg für Ikea. Ihre Aufgabe: Buzz für eine neue Ikea-Filiale in Götheborg. Die Lösung war einfach genial: Zunächst wurde für den neuen Filialleiter ein Facebookprofil erstellt und mit Bildern der Verkaufsräume geschmückt. Die Facebook-User mussten daraufhin bloß die darauf ersichtlichen Produkte mit ihrem (eigenen) Namen taggen – schon hatten sie es gewonnen!

Der springende Punkt für den Erfolg der Kampagne war wohl zweifelsohne ihre Einfachheit: Statt dass sich die User mit technischem Schnickschnack auseinandersetzen mussten, konnten sie einfach die vertraute Facebook-Infrastruktur nutzen. Ihre Motivation war klar: Sie wollten ein Ikea-Produkt ergattern und scheuten daher auch nicht zurück, ihre Freunde mit Werbung zu behelligen – schließlich hatten die ja auch was davon.

Die Kampagne beweist, dass man auch auf Facebook Schneeballeffekte lostreten kann – wenn man die der Plattform innewohnenden Mechanismen für sich zu nutzen weiß.

Textquellen:
http://www.culture-buzz.com
http://www.facebook.com
http://netzwertig.com
http://www.time.com
http://www.bivingsreport.com
Bildquelle:
http://www.youtube.com

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Tags: , - Gepostet von Rafael Buchegger

One Response to “Ikea buzzt neue Filiale mit Facebook”

  1. susanne says:

    das stimmt zwar. ein gute kampagne, die man so aber nicht mehr auf facebook durchführen dürfte. facebook hat die spielregeln geändert, was genau solche kreativen sowie einfachen und deshalb viralen kampagnen erschwert.





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