Nachhilfestunden in Web 2.0 Umgangsformen

Das die Verwendung der neuen Kommunikationskanälen des Web 2.0 neben dem Beschleunigungspotential und starken Zugkraft als Marketingkanal auch Gefahren birgt und sehr viel Feingefühl gefragt ist, scheint vielen noch nicht bekannt zu sein.

Ryanair ist ein eines der vielen Beispiel. Ein seriöses, Großunternehmen beleidigt niveaulos einen Blogger, welcher seine Unzufriedenheit über einen Buchungsfehler seitens des Unternehmens auf seinem Blog äußerte. Die Reaktion des Unternehmens, auf diesen mit Beweisefotos veröffentlichten Blogartikel, war äußerst unklug. Als „Idiot“ und „Lügner“ wurde der Kunde von Unternehmen beschimpft.

web20

Fehlendes Feingefühl bewies auch die amerikanische Fastfoodkette „Domino´s Pizza“. Auf YouTube wurde ein Video hochgeladen, welches die Angestellten zeigt wie sie sich, äußerst appetitlich, Käse in die Nase stopften und anschließend auf der Pizza verteilten. Natürlich verbreitete sich dieses Video wie ein Lauffeuer, die Klicks verdoppelten sich stündlich. Ein Traum für Werbefachleute. Doch das Ziel wurde hier wohl leicht verfehlt.

Mit einer Social Media Policy wäre das wohl nicht passiert. Wie Kommunikation im Web 2.0 außer Kontrolle geraten kann spüren viele Firmen, welche Social Networking nicht professionell betreiben.

Ein weiteres Beispiel dafür ist der Sportausrüster Jako. Jako verklagte den Blogger und Zeit-Redakteur Frank Baade, auf Grund eines von ihm geschrieben Blogartikels. Trotz der Löschung des umstrittenen Artikels bestand Jako auf die Anzeige und auf eine hohe Geldstrafe für den Blogger.

Twitter, andere Blogs und letztendlich sogar Spiegel Online, sueddeutsche.de und handelsblatt.de, bekamen von dieser Handlung Wind, schrieben darüber und erreichten Massen. Joko’s Reaktion wurde scharf in die Kritik genommen, und nun sind auch bei den “Jako” – Google Suchergebnissen an oberster Stelle massenweise Einträge und Kritik an der Handlung des Unternehmens zu finden.

Ein gutes Beispiel um zu zeigen wie schnell sich Reaktionen durch das Netz ziehen. Der eigentliche Blogartikel, um den es ursprünglich ging, wurde vielleicht von 400 Lesern erreicht. Doch was die Reaktion des Unternehmens ausgewirkt hat, erreichte letzt endlich die Massen.

Wer mehr zum Thema lesen mag, kann hier mal vorbeischauen. Hier wird abgestimmt wer der “Web 2.0 Aufreger des Jahres war“.

Text Quellen:

brainwash.webguerillas.de

internetworld.de

Bild Quelle:

mapmorph.files.wordpress.com

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Tags: , , - Gepostet von Mia Bühler





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